Abnehmen: Reine Psychologie – Teil 2 – Denkt über das Essen nach

Wir schreiben Freitag, es wird Zeit für den zweiten Teil zu meiner Serie “Abnehmen: Reine Psychologie”. Wenn ihr dauerhaft über Neuigkeiten zu diesem Blog oder zu dieser Serie informiert werden möchtet, abonniert meinen RSS-Feed!

Im ersten Teil ging es darum, dass es viele Menschen gibt, die unglücklich mit ihrer Figur sind. Oft hat dies aber neben möglichen genetischen Defekten auch einen simplen Grund: Sie denken zu wenig darüber nach, was sie Essen. Ich habe zwei Beispiele aufgezeigt, die mir im letzten Jahr unterlaufen sind. Um auf den aktuellen Stand des Geschehens zu kommen, solltet ihr Teil 1 der Serie lesen. Im zweiten Teil geht es darum, dass wir mehr über das Essen nachdenken sollten.

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Denkt über das Essen nach

Ich hatte im ersten Teil über einen bestimmten Herrn und über Arbeitskollegen gesprochen, die teilweise ungesunde Mahlzeiten essen. Wir müssen an dieser Stelle aber im Sinn haben, dass der Mensch, also wir, Essen brauchen um zu überleben. Essen und Trinken sind DIE Ressourcen, die wir brauchen um uns am Leben zu halten. Deswegen bin ich der Meinung, dass wir mehr darüber nachdenken sollten, WAS wir essen. Es geht z.B. damit los, dass ihr Euch bei der Auswahl oder beim Gedanken an das Essen überlegen könnt, ob das Essen gesund ist. Wenn eine Mahlzeit nicht gesund ist, kann man weniger davon essen (wenn nichts anderes auf den Tisch kommt) oder – wenn man selbst für die Zubereitung verantwortlich ist – sollte man sich vorher nach Alternativen umsehen.

Bevor ihr also eine Mahlzeit nach Rezept kocht, könnt ihr euch überlegen, ob ihr das Rezept ändern wollt. Oft kann man einfache Alternativen finden und einzelne Inhaltsstoffe einfach gegen gesündere Sachen tauschen.

Chips oder Joghurt

Wenn ich z.B. die Wahl zwischen einem Joghurt und einer Tüte Chips am Abend habe, dann nehme ich den Joghurt. Das liegt nicht nur daran, dass ich gar keine Chips im Haus habe, sondern daran, dass z.B. Chips voller Geschmacksverstärker und künstlicher Aromen sind, die unserem Gehirn den Eindruck vermitteln als würden sie gut schmecken. Das klappt auch ganz gut, wie man sieht. Aber bei mir nicht!

Wenn ihr nun z.B. vor einem Buffet steht, wie der Herr im ersten Teil, dann könnt ihr Euch Gedanken machen. Ist Tiramisú gesund? Oder greife ich lieber zu Rohkost? Die Mehrheit wird zu Tiramisú greifen. Und ich behaupte, dass dies eine Art von Gewohnheit ist. Es verhält sich ähnlich, wie in meinem Artikel über mehr Bewegung im Alltag. Wenn ich untrainiert bin, fällt mir der Anfang Sport zu machen auch schwerer. Wenn ich die ganze Zeit Gummibärchen esse, mag ich Gemüse natürlich nicht mehr so gerne.

Ihr könnt Euch also bei der Auswahl des Essens bereits überlegen, ob ihr lieber etwas gesundes esst und Euch danach besser fühlt oder ob ihr nach wie vor zu ungesundem Essen greift. Viele kennen das Gefühl, dass man sich nach dem Mittagessen müde und voll fühlt. Einige machen aber auch die Erfahrung, dass nach einer leichten Mahlzeit oder gar nach Salat diese Müdigkeit nicht einsetzt.

Ihr habt nicht nur gesund gegessen und weniger Kalorien aufgenommen, sondern ihr merkt es auch kurz danach, ob etwas sehr schwer im Magen liegt oder ob ihr euch einfach besser und fitter fühlt.

Dieser Prozess setzt häufig aber schon in der Kindheit ein. Wenn mir meine Eltern nur Gummibärchen geben, ist es sehr wahrscheinlich, dass ich später auch lieber Gummibärchen esse, als etwas anderes. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber ich behaupte, dass es bei der Mehrheit der Fall ist.

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Die Sache der Gewöhnung

Es ist also alles eine Art der Gewöhnung. In den Kommentaren zu meinem ersten Artikel, kam eine Frage von Rooby auf. Rooby isst gerne Hackfleisch und fragt mich, wie man denn trotz Hackfleischgenuss ein bisschen abnehmen kann. Mir fällt dazu ein, dass es in jedem Supermarkt z.B. 2 Sorten von Hackfleisch gibt. Einmal findet man dort das reine Rinderhack und auf der anderen Seite gibt es das gemischte Hackfleisch. Also ein Gemisch zwischen Schweine- und Rinderfleisch. Schweinefleisch ist z.B. fettiger als Rinderfleisch, deswegen sollte man hier das reine Rinderhack wählen! Das der Verzehr von Schweinefleisch sehr umstritten ist, zeigt meine Serie: Schweinefleisch – Auslöser vieler Krankheiten?

Wenn nur noch gemischtes Hack vorhanden ist, denkt man sich einen anderen Speiseplan für den Abend aus und vergisst das Hack für diesen Tag. Wenn es sich hier z.B. um Bolognese handelt, kann man anstatt mit Sahne zu verfeinern Creme Fraiche nehmen, oder beides weglassen um eine reine Tomatensauce zuzubereiten. Es geht letztendlich darum Alternativen zu finden.

Wenn es Anfangs nicht so gut schmeckt, wird man sich über einen längeren Zeitraum aber umgewöhnen. Außerdem ist doch der Gedanke, dass man etwas gesundes isst, eh schon befriedigend, oder?

Aber ich denke auch hier, dass man nicht jeden Tag Hackfleisch essen sollte. Hier hilft evtl. eine Gemüsepfanne auch weiter und natürlich ist das Wichtigste – und daran kommt auch niemand vorbei – Bewegung. Wie ihr mehr Bewegung in den Alltag bringt zeigt mein Artikel.

Letztendlich muss das Ganze ein Denkprozess sein, der zu Ende geführt werden muss. Wenn ihr das nächste Mal etwas esst, überlegt euch ob es gesund ist. Schon beim Gang in die Unternehmenskantine oder ins Restaurant kann man sich Gedanken dazu machen. Normalerweise kreisen die Gedanken auf dem Weg zur Mahlzeit eh ums Essen. Also warum solltet ihr euch keine Gedanken über gesundes Essen machen? Wenn ihr das nächste Mal kochen wollt, überlegt euch, ob es gesund ist. Falls nicht, sucht nach möglichen Alternativen, die vermutlich genauso schmecken.
Auch wenn ihr das erste Mal kein Erfolgserlebnis habt, probiert es noch ein paar Mal aus. Wie gesagt, es ist eine Gewöhnungssache und man kann so oft Inhaltsstoffe ersetzen. Dazu ist eine gewisse Kreativität gefragt, oder habt ihr Euch bei Kochbüchern noch nie gefragt, wie die Köche auf die teilweise merkwürdigen Zutaten kommen?

Teil 3 erscheint am 14.11.2008

Dies war der zweite Teil der Serie Abnehmen – Reine Psychologie und zeigt auf, dass wir uns mehr Gedanken um unser Essen machen sollten. Im dritten Teil geht es um den Verzicht von geliebtem Dessert. Um nichts zu verpassen, solltet ihr den RSS-Feed abonnieren. Außerdem könnt ihr mit mir und den Lesern mit Hilfe der Kommentarfunktion diskutieren.

Quelle der Fotos: digital_cat

6 Gedanken zu „Abnehmen: Reine Psychologie – Teil 2 – Denkt über das Essen nach“

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  2. Hey…schön, dass Du an mich gedacht hast.
    Und in der Tat nehme ich nur Rinderhack, weil mir Schweinefleisch einfach nicht schmeckt. Ich mag generell eher nicht viel Fleisch, aber manchmal überkommt es mit eben und dann muss was ran. Rinderfilet z.B. oder eben eine Gemüse-Hack-Pfanne oder ähnliches.
    Aber obwohl ich ansich nicht soooo viel esse, nehme ich dennoch zu. Aber ich gestehe – außer Snowboard fahren bin ich kein sportlicher Mensch. Aber: ich nehme IMMER die Treppe. 🙂
    Ich freu mich auf den nächsten Teil.

    Gruß von Rooby

  3. Hallo Rooby,
    jap das ist doch schonmal ein Anfang 😉 Wie gesagt, wenn ich einmal z.B. 2 Monate wegen der Uni nicht beim Sport ware, fällt es mir auch schwerer die ersten beiden Male wieder zum Training zu gehen. Aber beim 3. oder 4. Mal geht es eben schon viel besser. Und Du fühlst auch, dass es deinem Körper besser geht und bist dadurch natürlich motiviert nochmal hinzugehen.

    Zu dem Hackfleisch. Wenn Du z.B. nächstes Mal an der Fleischtheke bist, kannst Du ja auch anstatt (Rechenbeispiel) 500g nur 350g nehmen und dafür eben z.B. eine Bolognese mit Paprika, Tomaten und anderem Gemüse machen. Klar ist das dann keine „richtige“ Bolognese mehr, aber Du ißt schonmal 150g weniger Fleisch und damit auch weniger Fett!

  4. Nice interview. For those that don’t want to wade tohgurh the whole hour radio show. The Interview starts around the 28 minute mark and lasts until the 50 minute mark.

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