Abnehmen: Reine Psychologie – Teil 4 – Verpackungen verraten viel

Willkommen zum Vierten und damit letzten Teil meiner Serie Abnehmen: Reine foodwatch_ampelPsychologie. Der Übersicht könnt ihr entnehmen welches Thema in den anderen Teilen behandelt wurde. Solltet ihr die anderen Teile noch nicht kennen, beginnt am Besten bei Teil 1 mit dem Lesen!

In diesem und letzten Teil soll es darum gehen, dass wir oft schon beim Einkaufen große Fehler vermeiden können. Damit zu tun hat natürlich was ich in Teil 3 bereits angesprochen habe: Ignoriert die Süßigkeitenregale im Supermarkt!

Tägliche Kalorienmenge im Auge behalten

Ein Mensch sollte täglich ca. 2000 kcal zu sich nehmen um die lebensnotwendigen Funktionen aufrecht erhalten zu können.
Dabei ist die Rechnung doch ganz einfach: Isst man weniger Kalorien muss der Körper auf körpereigene Energie zurückgreifen, die in Form von Fett gespeichert ist, um seinen täglichen Energiebedarf zu decken. Wenn man mehr als 2000 kcal zu sich nimmt kann der Körper den Überschuss an Energie nicht verwenden und lagert ihn als Energiespeicher in Form von Fett in unserem Körper an.

Es spielen natürlich auch die Gene eine Rolle. Ich habe einmal gelesen, dass 30 – 60 % der Fettverwertung mit den Genen zu tun hat. Glückliche Menschen haben wohl Gene, die für ein Ausscheiden überschüssiger Energie sorgen und ein einlagern verhindern. Das Ganze hat dabei Wurzeln in der Evolution des Menschen. Früher gab es öfter Zeiten in denen der Mensch ohne Nahrung auskommen musste. Deshalb hat sich der Körper darauf eingestellt in guten Zeiten eben bevorzugt fetthaltige Nahrung zu speichern, um eben in Dürrezeiten überleben zu können.

Die Verpackungen als Hilfe für unser Gewicht

Zurück zur Kalorienmenge. Wir können nun also im Hinterkopf die 2000 kcal behalten und uns im Supermarkt umsehen, mit welchen Zutaten wir 2000 kcal an Tageszufuhr beibehalten. Auf jeder Packung im Supermarkt ist zu sehen, wie viele kcal in dem jeweiligen Lebensmittel vorhanden ist. Achtung: Diese Angaben beziehen sich fast immer auf 100 ml oder Gramm. Ich habe hier z. B. eine Schweppes Bitter Lemon Flasche stehen, die auf 100 ml genau 52 kcal besitzt. Nun muss man sich überlegen, dass die gesamte Flasche à 1 Liter also 520 Kalorien besitzt.

Wie schnell trinkt man solch eine Flasche aus und hat damit 1/4 der täglich-benötigten Energie zu sich genommen? Nicht umsonst gilt das Sprichwort: 1 Bier ist eine Mahlzeit. Also solltet ihr einmal den Test machen und beim Einkaufen prüfen, was genau ihr in den Einkaufswagen legt. Bevor ihr etwas in den Einkaufswagen legt, achtet also erstmal auf die Kalorienangaben auf der Packung. Und wenn auf der Packung Fett mit 0 Gramm ausgewiesen wird, so achtet auf die Kohlenhydrate, denn diese werden schließlich in Fett umgewandelt!

Nicht einfach die Kalorienmenge reduzieren

Menschen die nun auf jeden Fall schnell abnehmen möchten, könnten sich von 1000 kcal am Tag ernähren und denken, dass sie somit ihr Wunschgewicht schnell erreichen. Dies kommt einer Diät gleich und ich sage: Diäten sind absoluter Müll. Sie reduzieren die Kalorienaufnahme KURZFRISTIG und der Körper ist an anderes gewöhnt und wird nach der Diät um so mehr nach seinem alten Rhythmus schreien. Das ist der Jo-Jo Effekt und den wollen wir vermeiden! Es bringt ja nichts, wenn man kurzfristig 1000 kcal pro Tag zu sich nimmt, 2 Wochen durchhält und danach zu den gewohnten 4000 kcal zurückkehrt. Deswegen muss eine dauerhafte Veränderung der Essgewohnheiten stattfinden.

Des Weiteren habe ich vor kurzem gelesen, dass bereits die Essgewohnheiten unserer Mütter während der Schwangerschaft und Stillzeit auf unser späteren Gewohnheiten und Vorlieben Einfluss nehmen.

Wir bekommen also bereits frühzeitig mitgeteilt, was unsere Mutter zu sich nimmt und werden somit an diese Ernährung gewöhnt. (Danke Mama, dass Du dich immer gut ernährt hast! :))

Die Gewohnheit durchbrechen

Es gilt also daher, dass wir, sofern die mitgegebenen Essgewohnheiten verbesserungswürdig sind, die Gewohnheit durchbrechen und dauerhaft unsere Ernährung umstellen. Es beginnt damit, dass wir beim Einkauf auf die Etiketten achten. Ihr fragt euch jetzt, was man tun kann um dauerhaft abzunehmen und Gewicht zu halten? Vorher sei gesagt: Abnehmen ist nicht schwer, die Herausforderung sein neues Gewicht langfristig zu halten ist die wirkliche Herausforderung. Und Menschen, die zum Zunehmen neigen müssen leider ihr ganzes Leben verstärkt auf die Nahrung achten.

  • Nahrung zu sich nehmen, die wenig Fett beinhaltet
  • Regelmäßige Bewegung und Sport sind die Schlüsselelemente
  • Regelmäßige Nahrungsaufnahme während des Tages
  • Auf das Naschen zwischen den Mahlzeiten verzichten!
  • Ein ausgewogenes, gesundes Frühstück zu sich nehmen (Vollkornprodukte, Milch, Obst)

Auf den letzten Punkt möchte ich noch einmal gesondert eingehen. Menschen, die nicht frühstücken werden vor dem Mittagessen Hunger bekommen und dazu verleitet zwischendurch zu Naschen um die Zeit zur Hauptmahlzeit zu überbrücken. Ihr solltet Euch morgens auch nach Möglichkeit die Zeit nehmen um in Ruhe zu frühstücken.

Personen die ausgiebig gefrühstückt haben und Energie für den Start in den Tag getankt haben, fühlen kaum ein Hungergefühl bis zum Mittag und naschen daher weniger. Es ist natürlich wichtig ein gesundes Frühstück zu sich zu nehmen und nicht fetthaltige Kalorienbomben am Morgen zu verspeisen. Ein schnell heruntergeschlungenes Franzbrötchen in der Bahn gibt kein so befriedigendes Gefühl wie ein entspannt gegessenes Käsebrot am heimischen Küchentisch.
Außerdem ist ein ausgewogenes Frühstück maßgeblich um Energie für den Start in den Tag zu erhalten.

Viel Spaß und Erfolg!

Dies war der letzte Teil meiner Serie Abnehmen – Reine Psychologie! Ich hoffe ich konnte Anregungen geben und auch zum Nachdenken anregen.
Viel Spaß und Erfolg bei der dauerhaften Nahrungsumstellung. Ich habe mit den Kopf zerbrochen und Energie verbraucht. Nun knurrt der Magen und ich werde mir einen Joghurt und Obst aus der Küche holen. 😉

2 Gedanken zu „Abnehmen: Reine Psychologie – Teil 4 – Verpackungen verraten viel“

  1. Ich muss zwar nicht abnehmen, eher zunehmen, aber die Serie war trotzdem sehr interessant und sicherlich hilfreich für viele, die Gewichtsprobleme haben 🙂

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