Amazon Kindle 2 – elektronische Bücher unterwegs kaufen und lesen

Ich lese gerne Bücher und Zeitschriften in Papierform und finde es nicht so angenehm Bücher oder lange amazon_kindle_2Artikel am Bildschirm zu lesen. Von vielen Menschen habe ich gehört, dass sie gerne am Laptop oder PC lesen und damit auch keinerlei Probleme haben. Das Gefühl ein Buch in den Händen zu halten und die Seiten umzuschlagen erzeugt aber auch den Eindruck, dass man voran kommt und in seiner Zeit etwas schafft. Doch was ist, wenn ich mehrere Bücher parallel lese und je nach Stimmung entscheiden möchte, welches Buch ich zum jetzigen Zeitpunkt lesen möchte? Soll ich meine 5 Bücher und 3 Zeitschriften den ganzen Tag mit mir rumschleppen? Womöglich trage ich dann ständig Bücher mit mir rum, die ich an dem Tag gar nicht gelesen habe.

Die Lösung: e-Books

Mit einem Laptop könnte ich doch ohne Probleme e-Books kaufen und lesen. Ist ein Laptop dafür aber evtl. zu groß und zu schwer? Reicht die Akkulaufzeit und ist evtl. die Handhabung nicht mit der einfachen Ergonomie eines Buches vergleichbar? Ich habe mich bereits im letzten Jahr mit diesem Thema auseinandergesetzt und wurde heute wieder darauf aufmerksam. Am Hamburger Hauptbahnhof wurde mir kostenlos eine Ausgabe der aktuellen Wirtschaftswoche in die Hand gedrückt und dort habe ich einen Artikel über e-Book Reader, speziell über den Amazon Kindle gefunden.

Was ist der Amazon Kindle?

Nachdem der Gründer von Amazon, Jeff Bezos es mit seiner Shoppingplattform geschafft hat, Bücher an den Mann zu bringen ohne das dieser in der Buchhandlung einkaufen gehen muss, hat er sich dem nächsten Problem angenommen. Wie erschaffe ich ein für die Augen lesefreundliches elektronisches Gerät auf dem ich Bücher lesen kann? Herausgekommen ist der Amazon Kindle. Das Gerät kommt mit der Technik des elektronischen Papiers daher und soll dadurch dem echten Papier sehr nachempfunden worden sein. Das Gerät besitzt keine Hintergrundbeleuchtung und soll auch bei direkter Sonnenbestrahlung gut lesbar sein. Und genau das ist auch schon ein großer Unterschied zum normalen Laptop. Man soll eben nicht merken, dass man ein elektronisches Gerät in den Händen hält.

Seit November 2007 vertreibt Amazon den Kindle in den USA. Vor wenigen Tagen wurde die neue Version – Amazon Kindle 2 – vorgestellt und wird noch in diesem Monat auf den Markt kommen. Der Kunde kann aus einem Angebot von 230.000 Büchern wählen, welche generell günstiger sind als die normale Papierversion. Der Kindle 2 verfügt über 2 GB Speicherplatz, welcher für knapp 1500 Bücher reicht. Der Nutzer kann die Schriftgröße der Bücher seinen Vorstellungen nach anpassen und Kommentare zu bestimmten Textpassagen und Büchern hinterlegen.

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Synchronisation ohne den Computer

Doch wie kommen die Bücher auf den Kindle? Das Gerät benutzt für die Synchronisation keinen Computer mehr. In den USA ist der Kindle im Mobilfunknetz von dem dortigen Anbieter integriert und kommuniziert darüber von allen möglichen Orten mit den Amazon Servern – für den Nutzer ist die Datenübertragung übrigens kostenlos. Somit kann der Nutzer des Kindle von überall auf den Amazon Shop zugreifen und sich in kürzester Zeit ein neues Buch kaufen – vorausgesetzt er besitzt ein Amazon-Kundenkonto mit hinterlegter Kreditkartennummer. Es gibt bereits auch Zeitungsabonnements in den USA, bei denen der Nutzer z.B. jeden Morgen die aktuelle Ausgabe der New York Times auf seinem Kindle lesen kann. Neben Büchern gibt es eben auch Zeitungen und Magazine, die direkt auf das Gerät geladen werden. Regelmäßig wird der Inhalt des Kindle auch mit dem Amazon-Kundenkonto synchronisiert. Im Falle eines Verlustes des Geräts, hat der Nutzer also nur den finanziellen Schaden zu ertragen. Die Bücher kann er sich nach einem Kauf immer wieder herunterladen. Die Bücher sind jedoch auch mit einem Digital Rights Management ausgestattet, wodurch eine einfache Weitergabe unterbunden wird. Jedoch soll man mehrere Kindles miteinander synchronisieren können und sich somit Bücher von anderen Nutzern leihen können.

Der drahtlose Kauf eines Buches

Der Kunde geht bei dem Kauf eines Kindle auch kein Abo mit Amazon ein. Man zahlt also nur den Betrag des Buches. Zudem kann man sich von jedem Buch das erste Kapitel umsonst herunterladen und durchlesen. Nutzer berichten, dass sie dadurch auch Bücher gekauft haben, die Sie beim ersten Blick nicht gekauft hätten. Der Akku soll mit deaktiviertem Modem knapp 2 Wochen durchgehend halten, bevor ein Aufladen per USB oder Netzteil erfolgen muss.

Insgesamt ist das Gerät eben viel kleiner und leichter als herkömmliche Bücher. Ich würde das Gerät gerne einmal testen, doch leider ist ein Erscheinungstermin in Deutschland bislang noch nicht bekannt. Ich habe das Gerät nur einmal live in der New Yorker U-Bahn im Dezember gesehen, konnte aber leider keinen genaueren Blick darauf werfen.

Konkurrenzprodukte wie der Sony Reader PR505 stehen in den Startlöchern, verfügen aber oftmals nicht über eine mobile Schnittstelle. Und besonders der Datentransfer unterwegs macht den Kindle so interessant. Bei einem Preis von derzeit 359 US-Dollar würde ich jedoch noch etwas warten, bis der Hersteller den Preis senkt.

Ist der Kindle die Zukunft der Bücher und Zeitschriften? Verlage haben immens hohe Kosten durch das Drucken und Ausliefern ihrer Ware. Beim Kindle kommt die Zeitung jeden Morgen per Funk auf das Display – man muss nicht einmal aufstehen. Was denkt ihr? Wäre der Kindle etwas für Euch?

Quelle der Bilder: Amazon.com

6 Gedanken zu „Amazon Kindle 2 – elektronische Bücher unterwegs kaufen und lesen“

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  2. Hallo,

    ich halte es eher so wie Du: wenn ich lese, dann habe ich auch gerne Papier in der Hand. Lange Texte am Computer zu lesen vermeide ich, wo es geht -irgendwie stellt sich da bei mir nicht das Gemütlich-Lesen-Gefühl ein. Von daher hätte zumindest bei mir Kindle keine Zukunft …

  3. moin Bonny,
    jap genau so sehe ich das auch. Amazon wirbt jedoch damit, dass man beim Kindle nicht mehr „merkt“ ein elektronisches Gerät in den Händen zu halten. Die Anzeige soll quasi den Eindruck vermitteln, als wäre es echtes Papier. Ich würde es schon mal gerne testen 😉

  4. Hey Jens,
    danke für den Tipp. Ich habe es sofort ausprobiert. Leider ist das App nur für den US-Store freigegeben. Kindle gibts in Deutschland auch noch nicht. Wahrscheinlich liegt es daran. Aber durch das App komme ich leider nicht in den Genuß von elektronischem Papier 😉

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