Das Prinzip von hammerdeal.de: Wucher oder Schnäppchen? Geheimtipp oder Flop?

hammerdeal_logoMein Artikel über das Auktionshaus Swoopo wurde gerne gelesen. Ich habe mich daher weiter auf Spurensuche im Internet begeben und nach ähnlichen Anbietern gesucht. Es kann ja nicht der Einzelfall sein, dass die Betreiber von Swoopo als Einzige auf eine solche Geschäftsidee kamen. Wie gesagt, sie besitzen die Lizenz zum Gelddrucken!

Im Internet wurde ich auf Hammerdeal aufmerksam. Hammerdeal ist eine Auktionsplattform, die noch nicht so bekannt ist wie Swoopo. Aber was ist der Unterschied?

Das Prinzip von hammerdeal

Letztendlich gewinnt bei dieser Auktion das kleinste alleinstehende Gebot. Sagen wir, dass es folgende Auktion gibt: hammerdeal verkauft eine PlayStation 3. Zwei Personen setzen jeweils 1 Cent, 2 Personen setzen jeweils 2 Cent, eine Person setzt 3 Cent und die vierte Person setzt auf 4 Cent.

hammerdeal_gebote

Damit gewinnt die Person die Auktion, die 3 Cent gesetzt hat. Es ist das niedrigste Gebot, dass genau einmal vorhanden ist. Nun hat man aber auch die Möglichkeit ein Intervall-Angebot abzugeben. Dabei sagt der Kunde z.B., dass er ein Gebot von 1-5 Cent abgeben möchte und hat damit je einmal für 1,2,3,4 und 5 Cent geboten.

Bevor man jedoch anfangen kann zu bieten, muss man sein Kundenkonto aufladen. Hier hat Hammerdeal den gleichen Preis wie Swoopo im Angebot. Ein Gebot kostet 50 Cent und wird dem Kundenkonto nach dem Aufladen gut geschrieben.

Was zahlt der Kunde – gibt es Tipps und Tricks?

Jeder Mitbietende zahlt für seine abgegebenen Gebote. Und zwar wird für jedes Gebot, wie gesagt, 50 Cent bezahlt. Demnach zahlt man auch hier Geld, wenn man im Endeffekt nichts gewinnt. Es gehört also eine richtige Portion Glück dazu, dass man das niedrigste Einzelangebot abgegeben hat. Im Endeffekt, wenn man das niedrigste Einzelangebot abgegeben hat, zahlt man den Betrag, den man getippt hat (plus Versandkosten und den Einsatz an Wetten).

Nehmen wir an, dass ich 200 Cent mit einem Gebot tippe und dies reinzufällig das niedrigste Einzelangebot ist. Ich hätte also die Kosten für 1 Gebot (50 Cent), den Endpreis der Auktion 200 Cent = 2 Euro und die Versandkosten (10 – 20 Euro). Sagen wir also, dass ich das Produkt z.B. eine PlayStation 3 für weniger als 20 Euro ersteigert habe. Ein wahres Schnäppchen!

Wenn ich nun aber bei dieser Auktion nicht bloß ein Angebot abgegeben habe, sondern ein Intervallangebot mit mehreren hunderten Geboten, dann bin ich schnell über dem eigentlichen Ladenpreis.

Ich denke, dass die Chance bei hammerdeal zu gewinnen höher ist als bei Swoopo. Das liegt ganz einfach daran, dass bei Swoopo die Auktionszeit immer wieder nach jedem Gebot erhöht wird. Bei hammerdeal ist aber eine festgeschriebene Auktionszeit vereinbart, nach der die Auktion abläuft. Das Prinzip ist also okay, wenn man folgende Dinge beachtet:

  • Man muss sich vorher bewusst sein und ständig deutlich machen, dass man auch Geld verlieren kann.
  • Außerdem sollte man sich vorher ein Limit an Geboten setzen und dabei den ersten Punkt nicht vergessen!

Wenn man bei dieser Auktionsplattform mitmachen möchte, sollte man sich bei den beendeten Angeboten umsehen und diese einmal studieren. Man findet dort immer eine Anzeige, welche Gebote wie oft abgegeben wurden. Daran kann man auch sehen, welche Produkte besonders beliebt sind. Man sollte also darauf achten, eher Auktionen auszuwählen, die nicht stark besucht werden. Damit steigt die Chance etwas zu gewinnen deutlich an. Und natürlich gilt, je bekannter eine solche Platform ist, desto schwieriger wird es für die Bieter!

hammerdeal macht kaum Verluste

Letztendlich ist es für hammerdeal ein gutes Geschäft. Da jedes Gebot 0,50 Cent kostet, wäre z.B. der Preis für eine PlayStation 3 bei 800 Geboten wieder drin. Wenn der Einkaufspreis der guten Konsole nicht noch geringer als 400 Euro ausfällt.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich bei solchen Auktion mitmachen würde. Mir wäre die Gefahr, dass ich Geld zum Fenster rauswerfe etwas zu groß. Was bringt es mir, wenn ich 100 Euro investiere und nichts dafür bekomme? Natürlich kann man auch Glück haben und mit einem Gebot à 50 Cent richtig liegen, aber das kommt wohl sehr selten vor.

Übrigens:

Ähnliche Auktionshäuser mit evtl. weniger Besuchern sind:

20 Gedanken zu „Das Prinzip von hammerdeal.de: Wucher oder Schnäppchen? Geheimtipp oder Flop?“

  1. Hi

    ich hab bei Hammerdeal inzwichen Gebote im Wert von ca 200 EUR (ca400 Stück) abgegeben und hatte das Gefühl nie wirklich eine Cancse zu haben 🙁
    nachdem ich nun ne Auswertung über 160 Beendete Auktionen gemacht habe stellte ich fest das die 160 Auktionen von 74 Menschen Gewonnen wurden wobei sehr viele Auktionen von ein und den selben gewonnen wurden:
    der Spitzenreiter hat 15 Auktionen gewonnen danach kamen welche die 9 oder 8 Auktionen gewonnen haben usw. !!
    Also entweder sind das absolute Glückspilze oder sie haben mehrere 100 EUR/Auktion gesetzt…….. oder …..?? keine Ahnung 😉
    Ich weis nur das ich keinen EUR mehr bei Hammerdeal lasse.

    Gruß
    Nightlive

  2. Hallo Nightlive,
    ja das kann ich gut nachvollziehen. Wie gesagt, es sind oft merkwürdige Verhaltensweisen, die auch bei Swoopo deutlich werden, zu beobachten. Gleiche Gewinner, oft gewinnen Leute die die Seite zur Zeit nicht besucht haben oder aber Auktionen sind plötzlich zu Ende. Wie kann es sein, dass ein Artikel für 50 € verkauft wird, während das gleiche Produkt ein paar Minuten vorher für 1 € verkauft wurde. Also, lieber Finger weg und den Preisvergleich im Internet nutzen!

  3. Ich hatte auch meinen Erfolg auf der o.g. Seite. Jedoch am Anfang als diese Seite hier in D startete. Im Moment würde ich nicht mehr mitbieten, da diese Seite sehr bekannt geworden ist, in Rundfunk und Presse.

    Ich hatte auch mehrere Auktionen gewonnen, Laptop, Handy, Playstation, Festplatte, und zu guter letzt ein Auto.

    Jedoch würde ich nicht mehr mitmachen.

  4. Naja, es ist eigentlich eine Binsenweisheit, dass der Anbieter immer seinen Schnitt machen will, sonst wäre es ja blödsinnig, das Projekt zu starten. Und zahlen tut letztlich der Kunde. Deshalb ist es klar, dass da ein Haken bei ist und man viel Glück haben muss, um ein echtes Schnäppchen zu machen. Der Kunde kann es erkennen und wenn er dann trotzdem mitmacht, okay, seine Entscheidung. Aber ich beteilige mich lieber weiterhin an den herkömmlichen Onlineauktionen.

  5. Hab bei hammerdeal auch gespielt.Geld wurde nicht hochgeladen,email verkehr im schlechten Deutsch,manchmal gar keine Antorten.Also der Service war gar nicht berauschend.Auktionclick ist ja identisch aufgebaut, gehören die vielleicht zusammen?Irgendwie komisch das alle das gleich design verwenden.Dubli.com schaut bei luupos.tencents.de schaut bei Swoopo , Auktionclick bei Hammerdeal.Betsmart.eu kannt ich bis jetzt noch nicht.Hab das gerade hier im Blog gesehenunter ähnliches Seiten.Hier ist schon mal gut ein eigenes Design:-))nur die Auktionen dauern 4 Wochen was ist der hintergrund.wieso so lange.Muss man immer wieder rein schauen das man nichts verpasst und so die Clicks erhöht oder wie kann ich das Verstehen.

  6. Wie witzig, gerade lief in der Halbzeitpause von 90elf Werbung für hammerdeal.de. MacBook Air für 14 Cent :o)

    Ist aber nach MeinLebensstil erst das zweite Mal, das ich davon höre.

  7. Habe was viel besseres gefunden ;-))))!
    Ich finde, es kann keiner von den genannten mithalten. Ist glaube ich aber erst am 01.04. gestartet, aber bei jeder Preisabfrage sinkt dort der Preis um 45 Cent. 90 % der Abfragekosten!!!
    Bei Zockbuy wird es sogar viel interessanter, wenn mehere 1000 Leute sich auf der Seite tummeln. Denn dann fällt der Preis noch viel schneller. Und jeder kann selbst entscheiden wann er ein Produkt kauft. Kein mit Glückspiel!!!!

  8. Ich schreibe im Namen der RBC GmbH, die hammerdeal.de betreibt und würde gerne einigen Autoren hier das schlechte Gefühl nehmen, sie seien nicht zum Zug gekommen.

    Einige Bieter bei hammerdeal.de sind Stammbieter, die regelmäßig und auch gleichzeitig auf mehrere auf hammerdeal.de eingestellte Produkte bieten. Sie sind gezielt und wiederholt als Schnäppchenjäger aktiv, weil sie das Sparpotenzial für Produkte aus Niedrigstpreis-Auktionen für sich erkannt haben.

    Das heißt aber nicht, dass andere Bieter keine Chance mehr haben – im Gegenteil. Jeder Bieter hat jederzeit die Möglichkeit, den Ausgang der Auktion zu beeinflussen. Während der gesamten Auktionslaufzeit hat jeder Bieter Einblick in seinen Gebotsstand und kann durch das geschickte Platzieren weiterer Gebote das niedrigste alleinstehende Gebote ausfindig machen. Hierzu bedarf es einer Bietstrategie, die eine Mischung aus Bewertungsgeschick und Einschätzungsvermögen erfordert.

    Ein erfolgreicher Bieter zahlt den Kaufpreis, die Gebotsgebühren nebst Versandkosten und freut sich über einen unschlagbaren Gesamtpreis für das Produkt. Unterliegt man in der Auktion, und das ist die Kehrseite der Medallie, verliert man alle für seine Gebote investierten Gebühren.

    Ich hoffe, diese Informationen helfen allen Interessierten ein wenig weiter.

    Viele Grüße,
    Andreas Hofer

  9. Ist doch ganz einfach.
    Z.b. ich will nen neuen TT. Der steht im Laden für ca. 30000,-. Ich setzte mir ein Limit bei 20000,- und biete nun 40.000 mal 1 Cent. Kostet mich insgesamt 20.000 Euro und ich hab meine Gebote von 1 Cent bis 20.000 Cent, also 200 Euro drin. Und für 93,94 hätte ich ihn letztlich bekommen. Hab dadurch zwar immernoch nen Haufen Geld verschenkt, aber hab den Wagen nagelneu immernoch 10000,- Euro unter Ladenpreis bekommen. und man müsste schon verdammt viel Pech haben, das Ding zu verlieren. Außer einer fährt die gleiche Strategie, dann ist man natürlich angeschmiert. 🙂

  10. Ich bin mit Martin’s Aussage völlig einverstanden. Man muss nur ein vernünftiges Budget für die Auktion einplanen. Und dann geht es. Ich spiele z.B. jetzt bei Bieten.de. Die ist noch nicht so bekannt wie Hammerdeal und die Webseite sieht vernünftig aus.

  11. @martin

    Bei 20.000 € Einsatz/Limit kannst du in der Tat 40.000 Gebote abgeben.
    Wenn du bei einem Cent beginnen und in 1-Cent-Intervallen bieten würdest, könntest du allerdings bis 400 € „bieten“ und nicht bis 200 €.

    Gruß

    Valeo

  12. Ich habe die Auktion vom 05.06.09 für 1 Nikon D60 mitgemacht…und in der letzten Minute verloren. Hammerdeal hat mir allerdings für diese Auktion 2 Eur geschenkt, weil ich es fast geschafft hätte. Ich bin kein schlechter Verlierer aber ich bin sicher, dass die Sache nicht ganz kosher ist. Der Gewinner bekam den Nikon für 6,20 und als danke schön bekam er noch 1 Nokia 5800 für 5,02 am 06.06. Die Seite wird immer bekannter und die Gewinner bleiben die selben (siehe auch Kommentar von Nighlive). Kann mir das einer erklären ?
    Wucher oder Schnäppchen ? Ich habe mich entschieden.
    Laurent

  13. All denjenigen die vielleicht mit Swoopo oder anderen Live – Auktionshäusern unzufrieden waren, möchte ich http://www.kopino.com empfehlen.
    Kopino.com ist noch nicht sehr lange auf dem Markt und hat daher noch nicht so viele Mitglieder die gleichzeitig auf einen Artikel bieten.
    Daher ist die Chance, einen Artikel sehr preiswert zu bekommen, noch sehr hoch.
    Also einfach mal testen.

  14. Hi an alle,
    also ich spiele seit kurzem auf http://www.betsmart.eu mit und bin bislang sehr zufrieden. muss mal schauen, ob ich was ersteigern kann, aber bin dabei. Hatte mich vorher in vielen Foren informiert und mich dann für betsmart.eu entschieden. Die Gründe lagen für mich ganz klar auf der Hand. Ersten begrenzen die die Anzahl der Gebote je Auktion. Somit ist es egal ob die SEite mega bekannt ist oder nicht. Das heisst es ist egal ob sehr sehr viele mitbieten oder nur wenige, denn die Anzahl der Gebote ist immer beschränkt, das ist topp. Zweitens sieht man wieviele GEbote für eine Auktion schon eingegangen sind und wieviele noch fehlen. DAs macht die Sache viel einfacher, das niedrigste einmalige GEbot letzendlich zu finden. Drittens man sieht auch bei betsmart im Gebotskorb all seine GEbote und die aktuellen GEbotsstände. Und viertens kann man nach Ablauf de r Aukion im Bericht alle eingegangenen GEbote mit Usernamen, Uhrzeit, Gebotshöhe usw. sehen. Find ich ne klasse Idee, vor allem weil anderen Konkurrenzseiten nicht so verfahren, warum weiss ich nicht.

    Ciao

  15. MAUS WEG VON DIESEN GLÜCKSPIELEREIEN!
    Bei denen gewinnt nur einer, namlich der Betreiber.
    Ihr vergeudet haufenweise wertvolle Zeit und zahlt im Schnitt immer drauf. Eigentlich sollten solche Bauernfängereien verboten werden. Für mich ist das keine ehrliche Arbeit, eine solche Plattform zu betreiben. Hat sich hier ein habgieriger und skupelloser Manager eine neue Existenz aufgebaut? Möglich wärs.

  16. Also leute lasst die Finger von Seiten wo Gebote Geld kosten. Es gibt Seiten im Netz da Kosten Gebote keinen Cent. Zum Beispiel bei http://www.autoauktion24.com dort kannst du Neuwagen ersteigern und die Gebote kosten keinen Cent.

  17. Selbst wenn ihr die Auktion gewinnt kriegt ihr nichts – ich warte seit fast 2 Monaten auf mehrere Artikel und bisher hat sich noch niemand gemeldet, um sich für diese erhebliche Lieferverzögerung zu entschuldigen. Anfragen meinerseits werden einfach ignoriert, für mich ist dieses Verhalten unseriös – lasst besser die Finger weg!

  18. ich kann mich nur dem Vorgänger Dude anschließen – Auktion gewonnen, aber nichts geliefert – es kommt auch keine Antwort mehr –

  19. Kann mich genanntem anschließen.

    Habe mir die hammerdeal.de Plattform mal etwas angeschaut und auch etwas mitgespielt. Ich habe dabei bereits mehrmals um nur 1 Cent verfehlt während andere User mehrere Auktionen gewinnen. Zufall? So ein System lässt sich natürlich super schön reden wenn man das was dahinter steckt nicht preis geben muss. Wer weiß wieviele der „gewonnenen Auktionen“ wirklich von Usern gewonnen wurden und nicht von Internen. Warum haben diese Firmen ihren Sitz im Ausland? 😉 Gibts etwa etwas zu verbergen?
    Da lob ich mir das gute alte Ebay. Da zahlt man oder man zahlt nicht. Aber wenn man zahlt, bekommt man auch etwas. Das nenne ich FAIR!

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