Der beste Weg, Geld zu sparen

Ich bin letztes Jahr von zu Hause ausgezogen. Da ich zu Hause so gut wie keine Abgaben an meine Eltern hatte und – trotz Studentenlebens – sehr gut über die Runden kam, musste ich mich nach dem Auszug doch gewaltig umstellen. Die Fixkosten stiegen rapide und sämtliche Kosten, wie Versicherungen, Lebensmittel etc. kamen hinzu. Innerhalb von 1 ½ Jahren konnte ich also Erfahrungen sammeln, wie ich Geld sparen kann. Hier kommen meine besten Tipps!

Warte eine Woche

Das wars! Das ist alles! Wenn ihr also eine Anschaffung machen wollt, abseits von Lebensmitteln oder euro_scheinimmer wiederkehrenden Rechnungen, wartet eine Woche. Ihr werdet feststellen, dass ihr innerhalb eines Monats mehr Geld auf Eurem Konto zur Verfügung haben werdet. Wir machen oft Anschaffungen, die wir eigentlich – nach genauerer Überlegung – gar nicht brauchen. Dabei ist es egal, was ihr euch kaufen wollt. Wenn es ein neues T-Shirt ist, ein neuer Fernseher oder sogar ein neues Auto. Warte einfach eine Woche.

Wie oft habt ihr es erlebt, dass ihr durch die Stadt gegangen seid und einen Spontankauf getätigt habt? Zu Hause angekommen, habt ihr entweder gleich oder nach einer Woche festgestellt, dass ihr das neugekaufte Teil gar nicht benutzt. Was müsst ihr also tun, um das zu verhindern?

Die Top-Regeln

  • Kauft den Gegenstand nicht beim ersten Mal, sondern verlasst das Geschäft ohne es zu kaufen
  • Wenn eine Woche rum ist, überlegt Euch genau wie dringend ihr diesen Gegenstand braucht
  • Wenn ihr merkt, dass ihr nicht einmal an den Gegenstand gedacht habt, kauft ihn nicht
  • Wenn ihr merkt, dass ihr den Gegenstand braucht, aber realisiert, dass ihr auch mit einer günstigeren Alternative zufrieden sein könntet, kauft die Alternative
  • Wenn ihr merkt, dass ihr den Gegenstand unbedingt braucht und ihr ständig daran gedacht habt, geht los und kauft ihn
  • Macht am besten immer einen Preisvergleich – sei es lokal oder im Internet

Durch einen Preisvergleich im Internet können wir hunderte von Euros sparen. Das einzige was wir dafür brauchen ist Geduld! Wenn ihr auf euren Fernseher noch eine Woche warten könnt, bestellt ihn bei einem seriösen Anbieter im Internet und spart bares Geld!

Zurück zur eigentlichen Kaufentscheidung vor Ort. Natürlich ist es dabei wichtig, dass ihr die Entscheidung trefft, wenn ihr nicht in dem besagten Geschäft steht oder den Gegenstand in den Händen haltet.

Ich habe es oft erlebt, dass ich in einem Geschäft stand und etwas unbedingt kaufen wollte. Ich habe mich gezwungen es nicht zu kaufen und später gemerkt, dass ich es gar nicht vermisse. Wenn ich wirklich ständig danach an diesen Gegenstand denke und die Vorteile eindeutig überwiegen, kauf ich es. Dies gilt übrigens auch für Käufe, die man im Internet tätigt. Ich wollte mir vor kurzem einen Bademantel und ein Handtuch kaufen, hatte beides im Warenkorb und habe doch abgebrochen, weil ich genügend Handtücher besitze und auch ohne Bademantel leben kann.

Sparen durch vergessen

Wenn ihr das nächste Mal etwas kaufen wollt, kauft es nicht. Überlegt zu Hause oder auf dem Weg nach Hause, ob ihr es wirklich (!) braucht. Oft vergessen wir, dass wir etwas kaufen wollen bis wir es das nächste Mal sehen. Das Gleiche gilt z.B. auch für kleine Anschaffungen oder Snacks.

Wenn ihr z.B. aus dem Kino kommt und unbedingt etwas trinken wollt (weil ihr eben durstig seid), dann überlegt Euch „Schaffe ich es bis nach Hause?“. Wenn der Weg z.B nur 15 Minuten beträgt, kann man auch zu Hause etwas trinken und somit einen kleinen Teil sparen. Dies ist nicht sonderlich erheblich, aber rechnet es um, wenn ihr Euch ein Auto kauft. Geht immer von dem Ort des Geschehens weg und überlegt genau. Ihr könnt somit viel Geld sparen und wenn ein Verkäufer sagt, dass das Angebot einmalig ist, lügt er.

Kleine Übungen, wie das obige Beispiel nach dem Kino, trainieren unheimlich für größere Anschaffungen. Wenn ihr nächstes Mal im Supermarkt seid, überlegt – bevor ihr zur Kasse geht – was ihr aus dem Wagen nehmen könntet ohne es zu vermissen? Schokolade? Softdrinks? Schnickschnack? Legt es aus dem Wagen und ihr werdet das Fehlen zu Hause nicht bemerken und habt bares Geld gespart!

Quelle des Bilder: Henry

5 Gedanken zu „Der beste Weg, Geld zu sparen“

  1. Pingback: Webnews.de
  2. Sehr interessanter Artikel. Den Tipp „nicht sofort kaufen“ kann ich voll unterstützen. Zumal mir an vielem die Lust vergeht, nach dem ich die bei den meisten Preisvergleichen im Internet verfügbaren Erfahrungesberichte/Bewertungen gelesen habe.

  3. Ich habe festgestellt, dass der Kauf selber eine Art kurzen Rausch darstellt. Sicher ist die Bezeichnung nicht ganz richtig, viel mehr ist es so, dass man das Gefühl erleben will sich etwas leisten zu können und es letztendlich zu besitzen. Das verändert das Gefühl nach Bedarf, häufig, wenn man nicht genug hat oder mit dem Gedanken aufgewachsen ist, dass nie genug da war oder da sein wird. Das kurze Glücksgefühl eines Kaufes, sei es ein Kaugummi, ein Fernseher oder ein neues Kleidungsstück muss nicht immer mit Nutzen verbunden sein. Man kauft allzu gerne, weil man dazu verführt wird, weil Preise billig aussehen, weil man sich denkt, dass es so oder so ähnlich nicht noch einmal vorkommen wird.

    Eine Woche zu warten, ist eine gute Idee. Man merkt es garnicht, aber einige Stunden später sind die Gedanken ganz wo anders und das Geld da wo es vorher noch war. Wer Geld spart ist langfristig auf der heiteren Seite. Dennoch sollte man sich auch das ein oder andere Geschenk erlauben, man muss eben versuchen die Grenze zwischen Notwendigkeit und Luxus zu finden.

    Mein Problem sind eher FastFoodRestaurants. Ich bin nicht hungrig, aber wenn ein BurgerKing um die Ecke ist, dann kaufe ich mir immer etwas. Keine Ahnung, wie ich das verhindern soll.

  4. moin,
    Du hast natürlich absolut Recht, dass es ein momentanes Glücksgefühl ist, dass schnell wieder vergeht. Belohnungen brauch man auch ab und zu, aber es kann auch zu weit gehen. Man muss eben immer unterscheiden, ob man ein Teil eben wirklich braucht oder ob es teilweise wirklich überflüssig ist.

    Es klingt ja so, als sei es eine Gewöhnungssache. Du hast irgendwann mal damit angefangen und kommst davon nicht mehr los. Wie wäre es, wenn Du dir eine Regel setzt: Bei jedem 2. Burger King kaufst Du etwas? Somit kommst Du schon ein wenig davon los. Im Endeffekt, kann ich mir vorstellen, geht da auch eine Menge Geld dahin, da FastFood ja auch nur für 1-2 Stunden sättigt. Diese Regel könntest Du dann ausbauen und irgendwann bist Du das Verlangen nach FastFood auch los. Es ist doch ein gutes Gefühl, wenn Du das nächste Mal ein Burger King-Restaurant links liegen lässt, oder?

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