Espresso Teil 1 – Tipps für Coffee-Shops/Cafés in Hamburg und die Kunst der Baristi

Kaffee ist das beliebteste Getränk der Deutschen. Der Trend geht dabei vom klassischen Filterkaffee hin zu Milchmischgetränken wie Latte Macchiato. Filterkaffee hat dennoch im Haushalssegment einen Marktanteil von 80%. Im Jahr 2007 lag der durchschnittliche Kaffeekonsum pro Person bei 146 Liter in einem Jahr. Platz 2 belegt Wasser mit rund 130 Liter pro Person. Etwas abgeschlagen auf Platz 3 finden wir das beliebte Bier mit 116 Litern pro Kopf.

Das Kaffee in aller Munde ist, erkennt man nicht zuletzt daran, dass es in Großstädten wie Hamburg zig Coffee-Shops an jeder Ecke gibt. Überall wird einem das braune Getränk angeboten, was nicht nur munter macht, sondern auch andere gesunde Faktoren aufweisen kann. Coffee-Shops oder klassische Cafés bieten dabei nicht nur eine Vielfalt an Kaffeegetränken an, sie sorgen auch für einen besonderen Charme und gehören teilweise zum modernen Lebensgefühl.

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Der Preis schreckt ab

Allerdings gibt es auch einen entscheidenden Nachteil und der liegt oft im Preis der Getränke. Bei Starbucks zahlt man für einen kleinen Café Latte genau 3 Euro. Bei anderen Anbietern ist der Preis nur geringfügig günstiger. Mein Tipp: Ihr solltet der Campus Suite einen Besuch abstatten: Hier kostet ein wirklich leckerer Café Latte (0,4 Liter) 1,99 Euro. Noch billiger ist in Hamburg Double Coffee mit ca. 1,50 Euro für einen großen Café Latte.

Was ist eigentlich Espresso?

Bevor wir weitermachen, müssen wir klären was Espresso überhaupt ist. Generell unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Sorten von Kaffeebohnen. Auf der einen Seite gibt es die teureren Arabica-Kaffeebohnen, auf der anderen Seite den etwas billigeren Robusta-Kaffee. Robusta-Kaffee schmeckt erdig bis muffig und ist unempfindlicher gegen Krankheiten, Hitze und hohe Feuchtigkeit. Der Koffeingehalt von Robusta ist ungefähr doppelt so hoch wie der des Arabica-Kaffees. Häufig werden beide Sorten miteinander gemischt um das ultimative Geschmackserlebnis zu kreieren. Ebenso gibt es Unterschiede bei der Herkunft der Kaffeebohnen. Eine Bohne aus Kolumbien schmeckt anders als eine Bohne aus Afrika.

Kaffeebohnen und Espressobohnen sind identisch, sie unterscheiden sich aber in dem Grad der Röstung. Um die braune Farbe und das Aroma zu erhalten, müssen die Bohnen nach der Ernte getrocknet und anschließend geröstet werden. Espressobohnen sind also Kaffeebohnen, die länger geröstet wurden. Dabei geht Säure verloren und ein Espresso hat weniger Koffeingehalt (ca. 40mg pro 30ml) als der klassische Kaffee (30-120mg).

Die unterschiedlichen Kaffeeliebhaber

Auch bei Kaffeeliebhabern gibt es gewaltige Unterschiede. Die einen wollen große Getränke mit möglichst viel Inhalt, die anderen möchten ausgezeichnete Qualität. Dabei darf es auch etwas weniger sein. Für viele Liebhaber des braunen Getränks sind Coffee-Shops ein Graus. Starbucks z.B. benutzt nur noch ausschließlich einen Espressovollautomaten für die Zubereitung. Per Knopfdruck kommt der Espresso aus der Maschine in die Tasse geflossen. Der Barista füllt die Tasse mit Milch auf und fertig ist das Getränk. Experten sagen, dass Vollautomaten im Vergleich zu Siebträgermaschinen niemals einen vergleichbar guten Espresso zuberieten können. Das liegt daran, dass eben jede Kaffeesorte eine andere Einstellung benötigt. Und genau das vernachlässigen die Vollautomaten.

Das Handwerk des Baristas

Für viele ist ein Barista der einen Vollautomaten bedient nicht gleich ein Barista. Wikipedia umschreibt den Barista wie folgt:

Ein Barista ist ein „Kaffeekünstler“ an der Espressomaschine, der ein großes Wissen über Kaffee hat, diesen zubereitet, verziert und dem Kunden serviert.

Worin liegt also die Kunst einen Vollautomaten zu bedienen? Für Kaffeeliebhaber muss der Espresso aus einer wirklich guten Siebträgermaschine kommen. Der Barista muss Kaffeebohnen malen, diese in den Siebträger füllen, per Kaffeepressstempel oder auch Tamper genannt, das Kaffeemehl pressen. Der Druck hängt dabei vom Mahlgrad des Kaffees ab. Das Kaffeewiki schreibt dazu folgendes:

Zu fest gedrückt, zu lange Extraktion. Zu lose, und das Wasser wird nicht alle Aromen lösen können.

Wie ihr seht ist es also ein wahres Handwerk eine solche Maschine zu benutzen. In speziellen Kursen kann jeder das Handwerk des Baristas erlernen. Dabei gibt es in den Coffee-Shops also gute und schlechte Barista und genau das merkt man bereits am Geschmack. Ist der Espresso zu bitter, hat meistens der Barista etwas falsch gemacht. Er kann z.B. die Kaffeebohnen falsch malen. Das Pulver ist zu grob oder zu fein. Dies muss übrigens bei jeder Kaffeesorte neu justiert werden. Das Wasser kann zu heiß sein, das Pulver kann falsch angedrückt werden.

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Wo finde ich den perfekten Espresso?

Wirklich guten Espresso trinkt man in Hamburg laut Kaffee-Netz in einem der folgenden Locations:

  • Die Rösterei, Mönckebergstraße (Levantehaus), Hamburg
  • Super Mercato, Schulterblatt 82, Hamburg
  • Elbgold, Mühlenkamp, Hamburg
  • Esszimmer, Eppendorfer Weg, Hamburg
  • Peaberries, Gurlittstrasse 46, Hamburg
  • Ristorante Farinelli, Hofweg 68, Hamburg
  • Die Bank, Hohe Bleichen 17

Es gibt viele, die sich eine eigene Siebträgermaschine zu Hause hinstellen und ihre Fähigkeiten als Barista üben. Andere möchten das Handwerk nicht erlernen und sich die Mühe nicht aufhalsen. Welche unterschiedlichen Maschinen es für die Espressozubereitung gibt, werde ich morgen am 17.12.2008 in Teil 2 beschreiben. Wenn Euch dieser Artikel gefallen hat, abonniert meinen RSS-Feed oder folgt mir bei Twitter um keinen Teil zu verpassen.

Quelle der Bilder: d’n’c, Poyang

3 Gedanken zu „Espresso Teil 1 – Tipps für Coffee-Shops/Cafés in Hamburg und die Kunst der Baristi“

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