H.I.T – High Intensity Training – Die perfekte Trainingsmethode?

von Torben am 4. Dezember 2008

in Sport

Was zeichnet unsere heutige Gesellschaft aus? Stress, Fast Food und wenig Bewegung sind einige Dinge, die mir nach kurzem Überlegen einfallen. Von uns wird immer mehr verlangt und wir haben immer weniger Zeit für unsere Hobbys und anderen Dingen, die uns Spaß machen. Wenn man neben der täglichen Arbeit, der Familie und dem Haushalt auch noch 2 Stunden Sport machen möchte, kommen viele an ihre Grenzen. Was meistens dabei zu kurz kommt ist die Bewegung, die wir unserem Körper täglich gönnen.

rudern

Lange galt: Wer Abnehmen möchte, muss bei niedriger Intensität trainieren und dem Körper somit auf den Fettverbrauch einstellen. Wie ich nun in dem Newsletter der Fitness Company sehen konnte, ist dieses Urteil nach dem heutigen Stand der Wissenschaft lange überholt. Oft trainieren die Menschen nach veralteten Methoden, die durch neue Erkenntnisse widerlegt wurden.

Intensives, kurzes Training

Wen ihr euren Körper formen möchtet, solltet ihr dabei beachten, dass ihr nicht nur euer Körpergewicht auf der Waage kontrolliert. Vielmehr solltet ihr darauf achten, dass fettfreie Körpermasse – also die Muskulatur – erhalten bleibt. Damit ist eine Gewichtsreduktion im Endeffekt wahrscheinlich mit einer Fettreduktion zu vergleichen.

Das bedeutet: Wenn ihr lange Zeit kein Muskeltraining betreibt, nehmen die Muskelzellen ab und eine Gewichtsreduktion auf der Waage ist eben auf diesen Abbau der Muskelzellen beschränkt, wobei Fett nicht verbraucht wurde. Generell heißt es: Körper, die viele Muskelzellen besitzen, verbrennen bei jeder Bewegung mehr Fett als muskelarme Körper.

Nicht bloß den Kalorienverbrauch erhöhen

Oftmals setzen die Bewegungsmuffel die Sporttätigkeiten lediglich dafür ein, um den Kalorienverbrauch zu erhöhen. Dabei solltet ihr jedoch beachten, welche Art der sportlichen Bewegung zu einer Verminderung des Körperfettes führt. Generell gilt dabei nämlich, dass ein Training mit hoher Intensität und kurzer Belastung (Krafttraining) auf die Kohlenhydratreserven zurückgreift.

Bei hoch intensivem Training wird der Ruhestoffwechsel unseres Körpers für 39 Stunden erhöht. Das heißt also, dass der Körper auch in Ruhephasen nach dem Sport mehr Fettreserven verbraucht, als hätten wir auf Sport verzichtet. Demnach lohnt es sich schon kurz und intensiv zu trainieren.

Wie nimmt man am besten ab?

Nach neuen Erkenntnissen solltet ihr ein Gewichtstraining oder ein hochintensives Training mit hoher Pulsrate bevorzugen. Dabei entsteht ein echter Fettverlust, die Muskeln werden erhalten oder ausgebaut, und die Stoffwechselrate bleibt erhalten.

Besonders für trainierte Menschen lautet die Devise, dass man lieber kürzer aber intensiver, als immer länger trainieren sollte. Anstatt eines 2 Stunden Trainings mit vielen Sätzen und Wiederholungen, sollte man ein intensiveres Training in einer Stunde wählen. Und genau das trifft sich doch richtig gut mit unserem täglichen Terminkalender!

Quält euch und gebt nicht auf!

Zusammenfassend gilt, dass H.I.T (High Intensity Training) dazu führt, dass man die Dauer auf 20-30 Minuten verkürzt und die Intensität erhöht. Dies ist oft sehr anstrengend und selbst bei dem Zittern der Muskeln solltet ihr noch weiter arbeiten. Dies kann man auch in einzelnen Intervallen versuchen zu erreichen. Besonders das Muskelwachstum soll nach neuen Erkenntnissen durch H.I.T gefördert werden.

Wenn der Muskel also eigentlich schon aufgibt, solltet ihr versuchen die Gewichte noch ein paar Sekunden länger zu halten. Wenn der Muskel über seine Kraft hinaus angestrengt wird, hat dieser einen weiteren Grund um zu wachsen.

Natürlich solltet ihr dem Körper auch genug Ruhe gönnen, damit er wieder fit für die nächste intensive Trainingseinheit wird. Zwischen den Sätzen sollte die Pause also so lange sein, wie gerade trainiert wurde und zwischen den intensiven Trainingseinheiten solltet ihr dem Körper mindestens 48 Stunden Pause gönnen.

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{ 4 Kommentare… lies sie oder schreibe selbst einen }

Chris 4. Dezember 2008 bei 13:16

Sehr geiler Bericht. Gut zu lesen …

Grüße
Chris

mara 4. Dezember 2008 bei 21:25

interessant. danke!

Andre 4. Mai 2009 bei 19:24

“Zwischen den Sätzen sollte die Pause also so lange sein, wie gerade trainiert wurde…” …und das bei H-I-T?!? …dass ich nicht lache; aber da gibt wahrscheinlich wer Ratschläge, der H-I-T auch nur vom Hörensagen kennt.

Markus 16. Oktober 2009 bei 8:32

Ich stimme zu: Die Idee ist eher die Pausen so kurz wie möglich zu halten und 48 Stunden Ruhezeit sind viel zu wenig. Man muss 4 bis 8 Tage Ruhe rechnen.
Eine aktuelle Beschreibung der Trainingsmethode mit den zugrundeliegenden medizinischen Grundlagen findet man in den sehr guten Buch “Body by Science”, das aber bisher nur auf englisch erhältlich ist.

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