Kommunikationsmodell: Übungen zur erfolgreichen Kommunikation

Vor allem im Geschäftsleben aber auch privat mit dem Partner scheitert die richtige Absprache meistens an der Kommunikation. Die Wissenschaftler Paul Watzlawick und Friedemann Schulz von Thun entwickelten Kommunikationsmodelle zur optimalen Gesprächsführung. Mit diesen Modellen lassen sich die eigenen Kommunikationskompetenzen optimal trainieren.

Was ist ein Kommunikationsmodell?

Wenn die Kommunikation zwischen zwei Gesprächspartnern scheitert, hat das meist offensichtliche Gründe, die beim nächsten Mal vermieden werden können. Mit einem Kommunikationsmodell erfährt man Tipps für die richtige Gesprächsführung und lernt, wie erfolgreich kommuniziert wird. Missverständnisse und Probleme treten gar nicht erst auf. Kommunikationsmodelle sind außerdem optimale Übungen für diejenigen, die nicht zu den großen Rednern gehören. Denn mit diesen Übungen lernt ihr es, wie ihr euch selbst im Gespräch präsentieren und einmal das Smalltalk-Zepter in die Hand nehmen könnt.

Mehr Erfolg mit Kommunikationsmodellen

Vor allem die Modelle der beiden Kommunikationswissenschaftler Schulz von Thun und Watzlawick zählen zu den populärsten überhaupt. Mit diesen Modellen könnt Ihr die erfolgreiche Kommunikation schnell erlernen. Anhand dieser Modelle wird Ihnen gezeigt, was Kommunikation überhaupt bedeutet. Habt Ihr diese abstrakte Symbolik erst einmal erfasst, könnt Ihr diese ganz leicht auf das Echtzeit-Gespräch übertragen.

Kommunikationsmodell von Paul Watzlawick

Paul Watzlawick war ein österreichischer Kommunikationswissenschaftler und Psychotherapeut. Er wurde vor allem durch seine Arbeiten zur optimalen Kommunikation bekannt. Sein Kommunikationsmodell hat mittlerweile Einzug in den Lehrplan an Schulen und Universitäten erhalten.

Der berühmte Satz „Man kann nicht nicht kommunizieren“ stammt von Watzlawick. Und damit ist das bekannte Modell bereits vorgestellt. In einem Gespräch solltet Ihr bedenken, dass immer kommuniziert wird, auch wenn Ihr nichts sagt. Körpersprache und Mimik spielen in diesem Kommunikationsmodell eine wichtige Rolle. Seid Euch daher auch über eure Körpersprache bewusst. Vor der Brust verschränkte Arme drücken Zurückhaltung oder Abwehr aus. Eine offene Haltung hingegen vermittelt Eurem Gesprächspartner Ehrlichkeit und erleichtert die Kommunikation. Weiterhin müsst Ihr euch immer bewusst darüber sein, auf welcher Ebene das Gespräch stattfindet: Kundengespräch, Streit mit dem Chef, Auseinandersetzung mit dem Partner.

Kommunikationsmodell von Schulz von Thun

Anders geht Schulz von Thun an Kommunikationskonflikte heran. Mit den Ebenen des Appels und der Sachoffenbarung führt Schulz von Thun weitere Optionen ein, um Kommunikationsprozesse zu definieren. Bei ihm existiert eine Botschaft, also das Gesagte, aus vier Bereichen: Sachinhalt, Appell, Beziehung und Sachoffenbarung. Werdet Euch also bewusst: Was sagt der Gegenüber, was will der Gegenüber damit bewirken, welche Beziehung habt Ihr zum Sprecher und was offenbart der Sprecher Euch gegenüber?

Als einfaches Beispiel sei hier der folgende Satz in folgender Szene genannt: Ein Student sitzt im Hörsaal in der Nähe des Fensters. Er sagt: „Es zieht“. Dieser simple Satz ist laut Schulz von Thun in der Appellebene anzuordnen. Denn der Sprecher will nicht nur vermitteln, dass ihm kalt ist. Er erwartet vom Empfänger, dass dieser das Fenster schließt.

Testet diese Kommunikationsmodelle direkt selbst aus und erinnert Euch im nächsten Gespräch an die Theorien von Watzlawick und Schulz von Thun. Ihr werdet merken, dass Ihr Gesagtes ab sofort ganz anders wahrnehmt und Kommunikationskonflikte vermieden werden können.

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