Mittagspause – Wie wichtig sind frische Luft und gutes Essen?

Dieser Artikel bezieht sich auf die Veröffentlichung: Mittagspause – Warum Sie rausgehen und richtig essen sollten von Jochen Mai [karrierebibel.de]. Einige Daten und Fakten wurden übernommen, die Idee wird hier fortgeführt.

Im Durchschnitt macht jeder Büroangestellte 20 Minuten Mittagspause. In China verbringt man diese Zeit oft mit einem Mittagsschlaf oder auch mit einem Power-Nap. Was machen die Bürger hierzulande? Wir bevorzugen lieber den Pizzaservice, den Imbiss nebenan oder wir stehen morgens früher auf um uns das eigene Pausenbrot, welches noch aus Schulzeiten übrig geblieben ist, zu schmieren. Dabei verbringen viele Angestellte ihre Mittagspause nicht in der hauseigenen Kantine oder bei einem Spaziergang an der frischen Luft, sie essen schlicht weg am Schreibtisch.

Oftmals kommt man dabei nicht weg von der Arbeit und erledigt Arbeitsabläufe, die sich mit einer Hand noch erledigen lassen. Bewegung ist in dieser Zeit also absolute Mangelware, von Entspannung kann man erst gar nicht sprechen.

Der Beschäftigte sitzt also wirklich 8 Stunden oder länger auf dem Schreibtischstuhl. Die Personen, die ihre Pause draußen verbringen stehen oft am Imbiss oder sitzen im Fast-Food-Restaurant um das ungesunde Essen in den Magen zu verfrachten. Schnell muss es gehen, schließlich wartet die Arbeit im Büro. Die nächsten Meetings stehen an und es bleibt keine Zeit, um die Gedanken einmal baumeln zu lassen. Um dieser mentalen Last gewachsen zu sein, verzichten auch viele Angestellte auf ihre Mittagspause. Sie versuchen 8 Stunden durchzuarbeiten.

Die Mittagspause für die Gesundheit optimal nutzen

Oft wird dabei unterschätzt, dass die Mittagspause ein essenzieller Bestandteil unseres Alltags ist. Wir lenken uns von dem Bürostress ab, tanken neue Energie und sind motivierter bei der Arbeit. Außerdem fördert Bewegung unser Gehirnwachstum wodurch wir bei regelmäßiger Bewegung auch noch intelligenter werden.

Dies ist auch der Grund warum man in stressigen Zeiten nicht auf sein gewohntes Sportprogramm verzichten sollte. Ich neige selbst dazu in Lernzeiten besonders den Sport zu vernachlässigen. Anscheinend ein folgenschwerer Fehler von mir! Bewegungsmuffel erkranken nämlich deutlich häufiger an Alzheimer, Parkinson oder Depressionen als Menschen, die sich dem Sport verschrieben haben.

Deswegen ist die Bewegung in der Mittagspause ein wichtiger Bestandteil unseres Alltags. In meinem Artikel über mehr Bewegung im Alltag habe ich bereits geschrieben, dass man immer fauler wird, je länger man nichts tut. Wenn ich 2 Wochen nicht im Fitness-Studio oder Joggen war, fällt es mir schwerer wieder mit dem Sport anzufangen. Wenn ich im Training bin fühlt es sich so gut an, dass ich öfter zum Sport möchte. Im Sommer hatte ich mir ein Sportprogramm mit Besuchen im Fitness-Studio, einem Laufprogramm, regelmäßigem Schwimmen und dem Fußballspielen auferlegt und war der Sucht nach körperlicher Betätigung ziemlich nah.

Also ist es wichtig in der Mittagspause den Grundstein zu legen und 15 Minuten Bewegung an der frischen Luft einzuplanen. Wer noch mehr Zeit übrig hat, kann auch andere Aktivitäten einplanen. Vieler meine Kollegen setzen sich mit mehreren Personen in ein Café oder andere nehmen eine Zeitung mit. Die Ablenkung von der Arbeit ist eben das A und O. Allerdings: Wer ständig mit seinen Arbeitskollegen essen geht, wird vermutlich auch eher Themen besprechen, die mit der Arbeit in Zusammenhang stehen. Wie bereits von mir beschrieben, kann auch Meditation enorme Energie freisetzen und unseren Körper und Geist entspannen.

Nach der Hälfte des Tages kommt die Energie zurück

Letztlich sagt Jochen Mai in seinem Artikel, dass alle Studien eigentlich das gleiche Ergebnis aufweisen: Wer nach der Hälfte des Arbeitstages eine längere Pause einlegt, arbeitet danach einfach besser.

Natürlich sollte man hier auch auf seine Ernährung achten. Ein Leistungstief entsteht z.B. bei denen, die Mittags gar nichts essen. Dies liegt ganz einfach daran, dass dem Körper Nährstoffe fehlen um Energie aufzubauen. Jeder kennt die Heißhungerattacken am Nachmittag. Oftmals werden diese mit Süßigkeiten oder ungesunden Snacks überbrückt, die den Grundstein für die Gewichtszunahme bilden.

Letztlich ist es ähnlich wie beim Frühstück. Auch hier ist ein ausgewogenes Frühstück sehr wichtig für einen konzentrierten Einstieg in den Alltag.

In erster Linie solltet ihr also auf Snacks und Süßigkeiten in den kleinen Pausen verzichten (wie das geht: Abnehmen: Reine Psychologie) Eine gesunde, vitaminreiche und leichte Kost zu Mittag ist also ideal. Hier ist nur einmal der Salat zu erwähnen, der auch die gewohnte Mittagsmüdigkeit nicht aufkommen lässt. Außerdem senkt gutes Essen den Stresspegel, belastet den Kreislauf weniger und neutralisiert Giftstoffe.

Wie tunen wir nun unser Gehirn? Die karrierebibel gibt den Tipp, dass man zu Nüssen, kaltgepresstem Oliven- oder Rapsöl sowie grünem Gemüse greifen sollte. Diese beschleunigen die Datenübertragung im Gehirn. Hemmend wirken hier gehärtete Fette (Pommes, Pizza, Croissant), Zucker, Salz und Alkohol. Weitere Tipps zur gesunden Nervennahrung sind hier zu finden! Besonders in stressigen Zeiten ist es ratsam auf diese Tipps zu achten.

Wie umgehen wir der Mittagsmüdigkeit?

Jochen Mai schreibt hier, dass man genau das zu sich nehmen sollte, was man nicht bei einer Fast-Food-Kette bekommt. Dazu gehören frische Vollkornprodukte, Nudeln, Reis; dazu Fisch, mageres Fleisch, leicht gegrilltes Geflügel, Milchprodukte.

Und als letztes sollte man auf die Essgeschwindigkeit achten. Das Sättigungsgefühl wird von unserem Gehirn erst nach 20 Minuten festgestellt. Wer früher fertig ist, fühlt sich nach dem Essen noch hungrig und greift häufig zu Süßigkeiten. Außerdem ist eine regelmäßige Flüssigkeitsaufnahme wichtig. Um dem Flüssigkeitsverlust des Körpers entgegenzuwirken, empfehlen Mediziner täglich mindestens 2 Liter stilles Mineralwasser zu trinken. [via]

Und wie verbringt ihr eure Mittagspause?

6 Gedanken zu „Mittagspause – Wie wichtig sind frische Luft und gutes Essen?“

  1. Ich hab zwei Arbeitsplätze: meine eigene Praxis und eine andere Praxis, in der ich 2,5 Tag die Woche bin. In der eigenen Praxis hab ich mindestens eine Stunde Pause und in der anderen Praxis 30 Minuten. Da koch ich morgens immer vor und nehm mir dann eine Schale davon mit (meistens Reis mit Gemüse – geht schnell und einfach zu kochen). Das ess ich dann in Ruhe und wenn das Wetter okay ist, geh ich noch ein paar Schritte raus.
    Allerdings muss ich sagen, dass ich dort so die ziemlich gesündeste Mittagspause mache; meine Kollegen haben meist belegte Brötchen vom Bäcker und einige machen überhaupt keine Pause und nehmen nur zwischen zwei Patienten mal einen Biss Brötchen oder Kuchen.

    Ich finde die Mittagspause enorm wichtig. Wer den ganzen Tag in guter Qualität arbeiten will, der kommt um die Mittagspause nicht rum.
    Aber wie verbringst Du Deine Mittagspause? Oder hab ich das überlesen? 😉

  2. Nora,
    nein das hast Du nicht überlesen 😉 Ich gehe ca. 20 Minuten in der Firmenkantine essen. Die ist ziemlich gut, daher brauche ich Abends nicht mehr zu kochen. Manchmal greife ich auch zu Salat, da ich dann Nachmittags noch fitter bin. Wenn ich allerdings erst spät nach Hause komme bevorzuge ich etwas anderes außer Salat, da ich sonst schneller wieder Hunger bekomme. Nach dem Essen gehe ich noch für 10-15 Minuten an die frische Luft! Zurück im Büro wird erstmal ein frischer Kaffee gekocht und schon bin ich fit für den Nachmittag.

  3. Man sollte sich wirklich die Zeit für die 10-20 Minuten über den Mittag nehmen. In den Supermarkt laufen und was zu essen kaufen oder in ein etwas weiter entferntes Kaffee gehen. Man fühlt sich einfach viel besser und fitter, als wenn man es nicht tut. Auch wenn es, besonders bei schlechtem Wetter, wirklich Überwindung kostet.

  4. Ich esse über Mittag ausreichend, aber nicht allzu viel. Lieber mache ich einen 30 Minuten Spaziergang. Senkt den Hunger, gibt frische Luft und einen klaren Kopf. Und auch genug Sonnenlicht. So schaffe ich auch sehr herausfordernde Tage recht gut.

    LG
    Mathias

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