Wie wird man richtig wach? Ein Überblick über mögliche Wachmacher

Gerade jetzt ist die Zeit gekommen in der man sich morgens nur mit Mühe aus dem Bett erheben kann. Drinnen ist es dunkel, draußen ebenso – wer mag da schon gerne aufstehen?

Doch wie wird man morgens richtig fit? Gibt es ein Patentrezept? Wohl kaum, denn jeder Mensch reagiert anders auf mögliche Umwelteinflüsse oder sonstige Substanzen, die wir uns einverleiben können. Im Sommer fiel es mir durch regelmäßigen Sport leichter morgens aufzustehen. Jetzt im Winter zweifle ich an meiner Theorie. Welche Möglichkeiten haben wir, damit wir morgens einfacher aus dem Bett kommen und gut gelaunt zur Arbeit gehen können?

Möglichkeit 1: weniger Schlafen

Richtig, viele Menschen schlafen zu lang und sind dadurch morgens nicht ausgeruht. Der Durchschnittsmensch sollte zwischen 7-8 Stunden täglich schlafen. Angeblich sind 7,5 Stunden ideal und fördern zudem noch die Lebenserwartung. Andere Menschen fühlen sich nach 5 Stunden Schlaf am nächsten Tag ausgeruht und wieder andere erst nach 10 Stunden. Oftmals ist es eine genetische Frage, wieviel Schlaf der Mensch braucht.

Schlafforscher geben den Tipp, dass man sich nicht darauf versteifen sollte unbedingt 8 Stunden zu schlafen. Man sollte seinen eigenen Rhythmus finden und sich nicht darauf versteifen diesen unbedingt einhalten zu wollen. Dies erhöht nämlich den Stressfaktor und verschlechtert die Schlafqualität.

Möglichkeit 2: Koffein

Ein wahres Kraftmittel wenn es darum geht wach zu sein ist Koffein. Koffein ist das Älteste Stimulantia, welches der Mensch benutzt und ist in natürlicher Weise ein weißes Pulver. Das anregende Mittel kommt in verschiedensten Getränken wie Kaffee, Tee, Cola, Mate, Guaraná, Energy-Drinks und teilweise Kakao vor.

Koffein besetzt Rezeptoren auf unseren Nervenzellen, die normalerweise von Adenosin besetzt werden. Das Molekül schützt unser Gehirn z.B. so vor Überanstrengung und dockt an die Nervenbahnen an. Somit wird dem Gehirn Müdigkeit signalisiert. Dadurch, dass diese Moleküle keine Andockstellen mehr finden, fühlen wir uns nicht mehr müde. Menschen, die nicht an Koffein gewöhnt sind empfinden oft etwas Herzrasen oder fühlen sich sehr aufgedreht. Hier entfaltet Koffein offenbar seine Wirkung. Bei Menschen, die regelmäßig Koffein zu sich nehmen, verschwindet dieses Gefühl oft.

Bei hohem Konsum kann der Körper auch in eine Abhängigkeit verfallen und Symptome werden deutlich, wenn Koffein nicht mehr zu sich genommen wird. Dies kann sich z.B. anhand von Kopfschmerzen zeigen. Warum der Verzehr von Kaffee aber durchaus gesund ist, könnt ihr in Teil 3 von Meine Geschichte des Kaffees nachlesen.

Möglichkeit 3: Frische Luft und kaltes Wasser

Besonders im Büro gibt es oft stickige Luft. Über Stunden hinweg sitzen die Mitarbeiter an ihren PCs und vergessen dabei auch mal das Fenster zu öffnen. Der Sauerstoffgehalt in unserer Luft ist maßgeblich dafür verantwortlich, ob wir uns müde fühlen oder nicht. Dabei kann besonders frische Luft im Zusammenhang mit einem Waldspaziergang die Müdigkeit besiegen. Wem das noch nicht reicht, kann es auch mit kaltem Wasser probieren. Eine Gesichtswäsche oder gar Ganzkörperdusche mit kaltem Wasser wirkt wahre Wunder.

Möglichkeit 4: Solarium

Durch die Bestrahlung von UV-Strahlen im Solarium sollen einige Menschen tatsächlich die Müdigkeit besiegt haben. Ob wirklich etwas dran, oder ob dies teilweise auch Einbildung ist, lässt sich schwer sagen. Festzuhalten ist z.B. das die Ausschüttung von Vitamin D nicht durch das Solarium sondern nur durch das natürliche Sonnenlicht beeinflusst wird.

Möglichkeit 5: Gymnastik und Sport

In meinen Augen eine der besten und gesündesten Möglichkeit um morgens wach und munter zu werden. Wer nach dem Aufstehen eine Runde joggen geht oder etwas Gymnastik im Wohnzimmer macht, tut etwas für sein Herz-Kreislaufsystem, beschleunigt den Puls und ist somit automatisch wacher als zuvor. Besonders im Winter bedarf es aber einer starken Überwindung sich morgens in der Kälte rauszuwagen. Allerdings schlägt man damit zwei Fliegen mit einer Klappe und wird somit durch die frische Luft noch mal einen extra Schub bekommen. Wer die morgendliche Bewegung noch nicht ausprobiert hat, sollte es einmal tun. Ihr geht mit einem ganz anderen Gefühl aus dem Haus.

Möglichkeit 6: Nikotin

Nikotin kommt in einer ganzen Tabakpflanze zu fünf Prozent vor und ist für den Menschen eine Droge und ein Nervengift zugleich. Wenn Nikotin in geringen Mengen konsumiert wird, hat es einen stimulierenden Effekt und beeinflusst die Ausschüttung von Adrenalin, Dopamin und Serotonin, die Ermüdungserscheinungen entgegenbeugen. Außerdem wird durch Nikotin der Blutdruck und Herzschlag erhöht.

Menschen, die Nikotin zu sich nehmen, berichten von einer erhöhten Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsleistung. Wer lange Zeit an Nikotin gewöhnt ist, wird bei einem Entzug jedoch von zahlreichen Nebenwirkungen heimgesucht. So leiden Menschen unter Ängstlichkeit und Kopfschmerzen. Für mich kommt Nikotin überhaupt nicht in Frage. Lieber bleibe ich müde und versuche es mit Kaffee oder Bewegung. Die gesundheitlichen Folgen, die vom Rauchen ausgehen sind mir eindeutig zu risikoreich.

3 Gedanken zu „Wie wird man richtig wach? Ein Überblick über mögliche Wachmacher“

  1. echt übel, je dunkler und kälter es außerhalb des bettes ist, um so schwerer komme ich hoch.
    besonders nett ists dann, wenn einen immer jemand aus dem bett scheuchen möchte um selbst noch 5 minuten länger liegen bleiben zu können, nicht wahr? 😉

  2. ich stehe immer um 6 uhr morgens auf bin dan immer müde am morgen aber am nachmittag bin ich fit wie mein sportlehrer

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